K E N I A


Hauptstadt: Nairobi

Int. Kennzeichen: EAK

Sprache: Kisuaheli

Gängige Fremdsprachen: Englisch

Währung: 1 Kenya-Shilling (K.Sh.) = 100 cents (c)

Zeitdifferenz/MEZ: 2

Information zur Zeitdifferenz: MEZ plus 2 Stunden, MESZ plus 1 Stunde

Elektrischer Strom: 220/240 Volt, 50 Hertz Wechselstrom, dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)


Sicherheitslage

In den Großstädten besteht aufgrund der vorherrschenden Kriminalität erhöhtes Sicherheitsrisiko, insbesondere während der Nacht. Da zur Vorbereitung von Diebstählen oder Überfällen oft Ablenkungsmanöver verwendet werden, wie z.B. Ansprechen durch Straßenkinder, Klopfen an die Türen des Autos etc., ist in den Großstädten allgemein, immer ein erhöhtes Mass an Vorsicht geboten.

Generell sollte nur wenig Bargeld bei Spaziergängen und Fahrten sowie - wenn möglich - Dokumente nur in Kopien mitgeführt werden. Europäische und US-Reisepässe werden vermehrt gestohlen und zu diversen kriminellen Aktivitäten herangezogen.
Schmuck und Geld sollten keinesfalls zur Schau gestellt, bei Überfällen sollte kein Widerstand geleistet werden. Von Fremden angebotene Getränke und Süßigkeiten sollten nicht angenommen werden (K.O.-Tropfen!).

Im Zentrum von Nairobi sollten folgende Straßen und Plätze, die immer wieder von Kriminellen heimgesucht werden, gänzlich gemieden werden:

River Road, Acera Road, Tom Mboya Street und Kirinyaga Road, Uhuru Park sowie jener Teil der Kenyatta Avenue, der am Serena Hotel vorbeiführt.
Ferner empfiehlt es sich vor allem in den Abendstunden den "Globe Cinema Roundabout" sowie die Umgebung des New Stanley Hotels und Haile Selassie Avenue zu meiden.

Reisende sollten sich aufgrund der schlechten Sicherheitslage (bewaffnete Raubüberfälle, "Car jackings") immer vergegenwärtigen, dass sie bei Fahrten in der Stadt immer die Türen und Fenster verschlossen halten. Eine weitere Gefahr für Gesundheit/Leben stellen die teils sehr schlechten Strassen- und chaotischen Straßenverkehrsverhältnisse dar.

Von Überlandfahrten mit Bussen wird wegen der erhöhten Unfallgefahr grundsätzlich abgeraten (schlecht gewartete Fahrzeuge, Beladungskapazität wird meist um 50-100% überschritten, zu hohe Geschwindigkeit).

Weiters wird Reisenden empfohlen, sich von folgenden Stadtvierteln der Hauptstadt fernzuhalten:
Eastleigh, Mathare Valley, Korokocho, Karabongi, Dandora und Kayole.

Wanderungen auf den Ngong Hills (ca. 20 Minuten außerhalb von Nairobi, ein beliebtes Ausflugsziel) sollten nur in Begleitung eines Kenya Wildlife Service (KWS) -Aufsehers besucht werden (Kosten für Begleitschutz ca. Ksh 500,--)

Auch in den Nationalparks ( z.B. im Masai Mara Reservat und im Shaba - Nationalpark) kommt es immer wieder zu Überfällen auf Reisegruppen. Vor Antritt von Individualreisen sollten Erkundigungen vor Ort eingeholt werden. Zur Anreise in das Gebiet des Turkana-Sees wird wegen regelmäßiger Überfälle auf der Lokichokkio/Kakuma Road das Flugzeug empfohlen.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht in der Region nördlich der Achse Baringo-Isiolo und im Grenzgebiet zu Äthiopien (Grenzstadt Moyale) und Somalia. In der Stadt Mandera sowie auf der ElWak/Rhamu/Mandera Road kam es in der letzten Zeit häufig zu Überfällen. Eine der Ursachen dürfte in der Schließung der Grenze zu Somalia, die kurzfristig wieder geöffnet war, zu finden sein.

Weiters ist die Situation durch Stammeskämpfe (Orma/Wardies) in Tana River sowie aufgrund von Clanübergriffen (es geht um Wasser- und Weideresourcen) in Wajir und Mandera angespannt.

Auch kommt es im Kerio-Valley immer wieder zu Kämpfen zwischen verschiedenen Marakwet-Clans.

Folgende Überlandstrassen sollten wegen laufender Überfälle (bei Tag und Nacht) nur in Begleitung einer Polizeieskorte befahren werden:

Loyengalani Road (von Maralal aus)
Marsabit Road (von Isiolo aus)
Lamu Road (zwischen Garsen und Mkowe)

Die Strassen zwischen Rumuruti und Maralal-Road (gerade instand gesetzt) im Bezirk Kaikipia sowie die Kina/Garbatulla/El-Deere Road im Bezirk Isiolo können ab sofort ohne Eskorte befahren werden.

Wegen neu entfachter Kämpfe zwischen den Stämmen der Maasai und Kipsigis besteht auch in Narok ein gewisses Sicherheitsrisiko.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhtem Sicherheitsrisiko begeben möchte, muß sich der Gefährdung bewußt sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

Einreise

Österreichische Staatsbürger benötigen für die Einreise nach Kenia ein Visum, das entweder bei der Einreise am Flughafen in Kenia (unter Vorweis des gültigen Rückflugtickets), oder aber von den zuständigen Vertretungsbehörden (Botschaften/Konsulate) der Republik Kenia erteilt wird. In Österreich ist diese Stelle das Honorarkonsulat der Republik Kenia, Hohe Warte 7A, 1190 Wien, Tel.: 01/368 51 73, Fax: 01/368 74 80, Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch und Freitag, 10.00 - 12.30 Uhr. Die Gebühr für eine einmalige Einreise beträgt derzeit ATS 750,00 und erforderliche Unterlagen für die Antragsstellung in Österreich sind: Reisepaß (muß ab Zeitpunkt der vorgesehenen Ausreise noch 3 Monate gültig sein), ausgefülltes Antragsformular, Nachweis der Wiederausreise durch Bestätigung über gebuchten Rückflug- oder Weiterreiseticket.
Da die Einreiseformalitäten zu unangenehmen Wartezeiten am Flughafen führen können, wird generell empfohlen, sich ein entsprechendes Visum bereits vor der Abreise beim Honorarkonsulat der Republik Kenia zu besorgen.

Die bei Einreise am Flughafen in Nairobi oder Mombasa zu entrichtende Gebühr für ein einfaches Visum (bis zu 90 Tagen) beträgt US$ 50,--, jene für ein Visum zur mehrmaligen Einreise US$ 100,-- (nur wenn der Reisende die East African Community, dazu gehören neben Kenia Uganda und Tansania/Sansibar, verlässt, um dann wieder nach Kenia einzureisen ) und jene für ein Transitvisum US$ 20,-- . Die Visa-Gebühr bei der Einreise am Flughafen kann nicht in österreichischen Schillingen bezahlt werden (US-$, Pfund, D-Mark oder Schweizer Franken).

Der Reisepass muss bei der Ausreise noch 3 Monate gültig sein. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.

Einfuhrbeschränkungen

Die Mitnahme von Fremdwährung und Landeswährung ist unbegrenzt erlaubt.Ein Betrag ab umgerechnet US$ 5.000,- (egal in welcher Währung) ist bei der Ein-bzw. Ausreise deklarationspflichtig. Geldwechsel sollte nur bei autorisierten Stellen erfolgen, Euroschecks werden in Banken, größeren Hotels und an der Küste eingelöst. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder britischen Pfund in bar (nur größere Scheine wegen besserem Wechselkurs ( $1,-- und $5,--Banknoten können normalerweise nicht gewechselt werden) oder Travellerschecks sowie Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Wertvolle Gegenstände sind zu deklarieren und können teilweise nur gegen Stellung einer Kaution eingeführt werden. Die Einfuhr von Waffen, Frischfleisch, Pflanzen und Obst ist verboten.

Ausfuhrbeschränkungen

Die Ausfuhr von Landeswährung und Fremdwährung ist erlaubt. Die Ausfuhr von Gold und Diamanten ist verboten; eine besondere Genehmigung ist für Jagdtrophäen, Felle und Häute erforderlich. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Klima

Der Klimazone entsprechend gibt es keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. An der Küste tropisches Monsunklima (Regenzeit: Juni bis November). Im Hochland gemäßigtes Klima mit kühlen Nächten (Regenzeit: November).

Ratschläge

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Gesundheit

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und des zuweilen auftretenden Medikamentenmangels entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Kenia ist eines der Länder Afrikas mit einer sehr hohen AIDS-Rate. Reisende sollten dringend die Grundregeln der Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene beachten und vor Reiseantritt gbfs. ärztlichen Rat einholen.

Laut aktuellen Meldungen seien im Vergleich zum Vorjahr heuer deutlich vermehrt Malariafälle aufgetreten. Mehrere Touristen, die z.B. Nationalparks (u.a. Samburo), Lake Magadi oder die Küste bereist haben, sind bereits vor oder kurz nach ihrer Heimreise an Malaria tropica (Infektionen mit plasmodium falciparum) erkrankt (es wird angenommen, dass die ergiebigen Regenfälle der letzten Monate dazu geführt haben, dass sich mehr Überträgermücken [Anopheles-Mücken] entwickeln konnten).

BESUCHERN AUS ÖSTERREICH WIRD DAHER UNBEDINGT EINE MALARIAPROPHYLAXE EMPFOHLEN. 

Zusätzlich zu einer medikamentösen Prophylaxe empfiehlt sich die Verwendung von Insektenabwehrstoffen (Sprays zum Imprägnieren der Kleidung) und Moskitonetzen sowie Moskitocoils (bei Übernachtung im Zelt) bzw. -stecker (in Hotels). Fieberhafte Symptome, auch wenn sie erst nach erfolgter Rückkehr in Österreich auftreten, sollten dringend bezüglich einer Malariainfektion abgeklärt werden.

Darüber hinaus seien laut Zeitungsberichten im Bezirk Embu/Eastern Province in den letzten Wochen vermehrt auch Typhusfälle aufgetreten. Ursache für den Typhusausbruch dürfte der Genuss von verunreinigtem (möglicherweise wegen lecker Kanalisationsrohre Fäkalien verseuchtes) Wasser gewesen sein.

Reisenden wird daher empfohlen, nur in Supermärkten in versiegelten Flaschen erhältliches Wasser (Mineralwasser) zu trinken bzw. Leitungswasser mindestens 10 Minuten vor Genuss abkochen zu lassen. Vom Verzehr von rohem Obst und Salaten (außer es kann geschält werden - nach dem Motto "if you can peel it, you can eat it") - abzusehen, es sei denn, die hygienischen Bedingungen (Restaurant/Hotel) werden als unbedenklich eingestuft.

Impfungen

Bei der Einreise aus Europa ist keine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Bei Einreise aus anderen Ländern ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung vorgeschrieben (ansonsten allen Reisenden empfohlen). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. 403-83-43) jedoch für Individualtouristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, eitrige Gehirnhautentzündung, Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe im gesamten Landesgebiet wird angeraten. Zusätzlich sollten Reisende, u.a. durch Verwendung von Insektenabwehrstoffen, Moskitonetzen, etc., möglichst Moskitostiche vermeiden.

Vorsichtsmaßnahmen

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Trinkwasser sollte nur abgekocht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Versicherungen

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Reiseversicherung (Zusatzversicherung) für den Krankheitsfall, Krankentransport und Rückholung nach Österreich wird dringend empfohlen. Diese Reiseversicherungen werden von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten. Einige Kreditkartenunternehmen bieten automatische Reiseversicherung an, wenn die Kreditkarte vor Reiseantritt verwendet wird, oder die Reise mit der Kreditkarte bezahlt wird. Es wird empfohlen, entsprechende Erkundigungen bei der Kreditkartenfirma oder Bank einzuholen.

Verkehrsmittel

Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz. Die Hauptverkehrsstraßen sind häufig mangels entsprechender Erhaltung und vor allem durch Schäden infolge von Überschwemmungen in schlechtem Zustand. Auch in der Region Nairobi - Mombasa ist deshalb noch längere Zeit mit Behinderungen zu rechnen.
Die Straße zwischen Nairobi und Mombasa ist zwar befahrbar, aber nach wie vor durch starke Fahrbahnschäden sehr gefährlich. Hinzu kommen unbeleuchtete Fahrzeuge, die nach Pannen auf der Straßenmitte abgestellt sind.
Unbedingt zu vermeiden sind die Überlandbusse, die Tickets von ca. Ksh 250,-- bis Kah 600,-- anbieten. Diese Überlandbusse sind sehr häufig in tödliche Verkehrsunfälle verwickelt.

Bei Autofahrten sind ein internationaler Führerschein zusammen mit dem österreichischen nationalen Führeschein, die Zulassungspapiere sowie ein Carnet de Passages unbedingt erforderlich. Für die Anmietung eines Leihautos sind ebenfalls der nationale österreichische sowie der internationale Führerschein erforderlich. Eine Haftpflichtversicherung ( Third Party ) ist obligat. Fahren im angetrunkenen Zustand ist ein schweres Delikt. Achtung, in Kenia ist Linksverkehr.
Ein Benützen der öffentlichen Verkehrsmittel (Matatu-Kleinbusse, Bus) wird nicht empfohlen. Es sollten nur lizenzierte Taxis vor Hotels/Flughäfen benutzt werden.

Es wird auf jedem Fall angeraten, das Flugzeug oder den Zug zu benutzen. Bei Zugfahrten auf den einsamen Strecken durch den Tsavo- Nationalpark ist Vorsicht geboten, da es aufgrund der extrem langsamen Fahrgeschwindigkeit zu Überfällen auf Reisenden kommt.

 

Besondere Hinweise

Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

Weitere hilfreiche Informationen

Tourist Helpline
24 - hours
E-Mail: kato@africaonline.co.ke
Internet: http://www.kenyatourism.org

Vertretung in Österreich * Österreichische Vertretung in Kenia


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