N A M I B I A


Hauptstadt: Windhoek (Windhuk)

Int. Kennzeichen: NAM

Sprache: Englisch, Afrikaans, Ovambo, Herero, andere einheimische Sprachen

Gängige Fremdsprachen: Deutsch, Englisch

Währung: 1 Namibia Dollar (N$) = 100 cent. Bis auf weiteres bleibt Namibia jedoch in der Rand-Währungszone und somit ist in Namibia auch der südafrikanische Rand Zahlungsmittel.

Zeitdifferenz/MEZ: 1

Information zur Zeitdifferenz: MEZ plus 1 Stunde; Winterzeit (Ende März bis Ende September) MEZ plus+ 2 Stunden

Elektrischer Strom: 220/240 Volt, /50 Hertz Wechselstrom dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich)


Sicherheitslage

Im allgemeinen besteht kein Anlass, aus Sicherheitsgründen von Reisen nach Namibia abzuraten. Über 95% des gesamten Landes insbesondere die bekannten Touristengebiete im Zentrum und Norden Namibias (Etoshapfanne, Namib, Kalahari) gelten nach Aussagen von Namibias Tour und Safari Association weiterhin als sicher und können, mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen, problemlos bereist werden.
Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht jedoch bei Reisen in den Norden von Namibia. Das Grenzgebiet entlang der Grenze zu Angola kann nach wie vor von Militäraktionen betroffen sein. Dies gilt vor allem für das Gebiet nördlich der Provinzhauptstadt der Region Kavango, Rundu, auch für die asphaltierte Hauptverbindungsstraße B 8 ab Rundu nach Osten sowie die Piste C 45 von Rundu nach Westen bis Engela, Oshikango und das Grenzgebiet nach Westen zwischen Oshikango und Ruacana. Im Grenzgebiet besteht auch noch Gefahr durch Landminen. Es wird daher abgeraten, die genannten Gebiete im eigenen PKW vor allem in der Dämmerung und bei Nacht ohne behördlichen Begleitschutz zu bereisen. Die namibische Regierung bietet daher Reisenden die Möglichkeit an, sich militärisch geschützten Konvois anzuschließen. Diese fahren täglich zweimal von Gagani (Divundu) am Kavango-Fluss in Richtung Osten nach Kongola am Linyanti- / Kwando-Fluss sowie in der Gegenrichtung von Kongola nach Bagani (Divundu). Abfahrt ist zur Zeit jeweils um 8.00 Uhr und um 14.00 Uhr in beide Richtungen. Dennoch wird empfohlen, sich vor Ort rechtzeitig vorher nach den aktuellen Abfahrtszeiten zu erkundigen. Seit Einrichtung dieser Konvois sind keine Vorfälle wie Angriffe auf Fahrzeuge, die diese Strecke befahren, bekannt geworden.
Der südliche Teil des an Botswana grenzenden östlichen Caprivi-Zipfel ist derzeit unproblematisch.
Es bestehen keine spezifischen Risiken für Ausländer, trotzdem ist Vorsicht geboten, vor allem in den größeren Städten. Da vor allem in Windhoek generell die Gefahr besteht, Opfer von Diebstählen und Raubdelikten zu werden, ist es ratsam, auch am Tag die üblichen Vorsichtsmaßnahem einzuhalten. Es sollte nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Wertsachen sollten gut geschützt und Dokumente photokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten.
Auch beim Mieten von PKWs und Überlandsfahrten ist zur Vorsicht anzuraten. Bei der Übernahme sollten stets die Funktionsfähigkeit der Bremsen und der Reifenzustand kontrolliert werden. Ebenso sollte auf die Straßenverhältnisse und sonstige Gefahrenquellen, wie etwa die Straße überquerende Haus- und Wildtiere (Kudus, Oryx oder Warzenschweine), Schotterpisten oder Schlaglöcher Rücksicht genommen werden und angemessen und vorsichtig gefahren werden.
Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist wie immer in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen und keine Haftung für allenfalls daraus resultierende Schäden übernimmt.

Einreise

Reisende dürfen sich für touristische Zwecke ohne Sichtvermerk bis zu 60 Tage im Land aufhalten. Der Reisepass muss bei Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können.

Einfuhrbeschränkungen

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von N$ 50.000, die Mitnahme von Fremdwährung und Reiseschecks unbegrenzt erlaubt, jedoch deklarationspflichtig. Österreichische Schillinge haben keinen Markt, es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 400 Zigaretten, 50 Zigarren, 250 Gramm Tabak sowie 2 Liter Wein und 1 Liter Spirituosen). Geschenke können bis zu einem Gegenwert von N$ 50.000.- eingeführt werden.

Ausfuhrbeschränkungen

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von N$ 50.000.- ist erlaubt, die Mitnahme von Fremdwährung ist nur bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt (wenn die Ausreise binnen 12 Monaten nach Einreise erfolgt). Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt. Der Export von Lebensmitteln unterliegt einer Genehmigungspflicht. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Klima

Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa um 6 Monate verschoben, der Winter entspricht demnach dem europäischen Sommer und umgekehrt. Die heißesten Monate sind Oktober bis Jänner. Die namibischen Wintermonate (Mai - September) sind normalerweise warm (Tagestemperaturen 20-25°C), nachts kann es jedoch Frost geben. (Pullover und Windjacke sind empfehlenswert, vor allem an der Skelettküste).

Ratschläge

Als beste Reisezeit gelten Mai/Juni. Den Skeleton Coast Park besucht man am besten von Juni - Oktober, die Etoshapfanne von März - Mai. Auf den Sonnenschutz sollte nicht vergessen werden.

Impfungen

Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Tropenmedizin Wien (Tel. 403-83-43) jedoch für Individualtouristen und Camper eine vorbeugende Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für die nördlichen Landesteile (insbesondere Etosha-Park) wird angeraten.

Vorsichtsmaßnahmen

Im allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Im Etosha-Park sollten Schuhe, bevor man sie anzieht, kurz ausgeklopft werden, weil sich dort nachts gerne Skorpione verkriechen.

Versicherungen

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Verkehrsmittel

Gut ausgebautes lokales Flugnetz. Eisenbahn zwischen Windhoek und Swakopmund (dreimal wöchentlich, aber langsam). Gut ausgebautes Straßennetz. Auf Schotterpisten liegt die empfohlene Geschwindigkeit zwischen 60 und 70 km/h. Bei Anmietung eines Autos für Fahrten abseits des asphaltierten Straßennetzes wäre darauf zu achten, dass ein taugliches Reserverad, Werkzeug (Wagenheber) und Reservekanister (das Tankstellennetz ist nicht sehr dicht), vorhanden sind. Achtung, in Namibia Linksverkehr. Bei längerer Taxifahrt sollte vorher der Preis ausgehandelt werden.

Besondere Hinweise

Das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

Weitere hilfreiche Informationen

Länderinformation
in englischer Sprache
Internet: http://www.grnnet.gov.na

Vertretung in Österreich * Österreichische Vertretung in Namibia


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